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Stadtfüchse

1. Warum gibt es Füchse im Stadtgebiet?

In vielen St?dten ist der Anblick von Füchsen keine Besonderheit mehr. Da zu den Streifgebieten von Füchsen auch Siedlungsgebiete geh?ren, trifft man sie regelm??ig in diesem Lebensraum an. Die gesch?tzte Zahl von Stadtfüchsen in Darmstadt bel?uft sich auf ca. 200 Tiere. Sogar die Welpen werden in St?dten geboren und verbringen ihre ersten Lebenswochen bereits mitten unter uns. Füchse finden in St?dten darüber hinaus oft bessere Lebensbedingungen vor als in der freien Landschaft. Dies hat vor allem folgende Gründe:  

Reichhaltige Nahrungsquellen in besiedelten Gebieten

In Siedlungsgebieten gibt es ein vermehrtes Vorkommen von M?usen und Ratten. Zudem locken weggeworfenes Essen auf dem Kompost und zahlreiche V?gel und Tauben die Füchse an. Manche Tierliebhaber vermuten zu Unrecht, dass die Tiere Hunger leiden und füttern deshalb. Dadurch werden die Füchse nun dauerhaft in die Wohngebiete hinein gelockt. Durch das aktive Füttern der Füchse kommt es zunehmend zu Problemen mit Wildtieren im Stadtgebiet.

Ver?nderung der Kulturlandschaft

Die moderne Landwirtschaft besteht zu einem gro?en Teil aus Monokulturen (z.B.: Spargel, Mais). Die Tiere finden in dieser Art von Landschaft kaum noch Nahrung und schlechte Deckungsm?glichkeiten. Der Jagddruck auf landwirtschaftlichen Fl?chen nimmt zur Vermeidung von Wildsch?den immer mehr zu und die Füchse und auch Wildschweine spüren, dass sie im st?dtischen Bereich wesentlich geschützter leben k?nnen als in der freien Landschaft.

Deckung in G?rten

Je gr??er der Garten, desto mehr Deckungsm?glichkeiten bieten sie dem Fuchs. Manche G?rten werden nur am Wochenende genutzt und sind somit unter der Woche nicht bewohnt und dadurch ein Paradies für Stadtfüchse.

2. Füchse im Garten: Gefahr oder Gef?hrte?

Ob ein Fuchs im eigenen Garten als Gefahr oder als Gef?hrte gesehen wird, h?ngt von der individuellen Einstellung des Gartenbesitzers ab. Der Schaden der durch den Fuchs verursacht wird, h?lt sich zumeist in Grenzen. Grunds?tzlich kann es jedoch zu umgewühlten Beeten (vergraben von Essensresten durch den Fuchs), verschleppten Gegenst?nden (Schuhe etc. werden gerne als Spielzeug gebraucht) und n?chtlichen Laut?u?erungen (zumeist im Winter zur Paarungszeit) kommen. Eine Gefahr für Haustiere stellt der Fuchs in der Regel nicht dar. Katzen und Füchse gehen sich zumeist gegenseitig aus dem Weg oder ignorieren sich, Hunde werden vom Fuchs gemieden.

Sobald der Fuchs als Gef?hrte wahrgenommen wird, der sich mit dem Menschen einen Lebensraum teilt, kann man ihn aus einigem (Sicherheits-) Abstand gut beobachten um z.B. sein Verhalten zu verstehen. Der Fuchs ist hierzulande der gr??te lebende Beutegreifer.

W?hrend der Wurfzeiten der Füchse (April - Juli) sollte man keine Versuche unternehmen die Tiere zu verscheuchen (s.a. Tierschutzgesetz und Jagdrecht). Meist wird nur ein tempor?r genutzter Fuchsbau (z.B. unter einer Gartenhütte) gebaut, der schon nach 6 - 8 Wochen wieder unbewohnt sein wird. Die Jungen suchen sich ab diesem Alter bereits feste Nahrung. Um zu überprüfen, ob der Fuchsbau noch bewohnt ist, klemmt man ein St?ckchen quer in den Eingang. Sollte dieser auch nach 2 Tagen noch an seinem Platz sein, kann man davon ausgehen das der Bau unbewohnt ist

3. Verhalten bei Begegnungen

Durch sein Aussehen wird der Fuchs von vielen Menschen gar nicht als Bedrohung wahrgenommen, sondern vielmehr als ein wildlebendes Haustier angesehen. Dies hat zur Folge, dass sich die Tiere durch Füttern an den Menschen gew?hnen und keine Angst vor ihm haben (Wildtiere zu füttern ist im übrigen lt. Tierschutzgesetz verboten). Treffen Füchse dann auf einen Unbekannten, so machen sie keinen Unterschied ob dieser Freund oder Feind darstellt und gehen auf ihn zu. In der Regel reagieren Füchse auf den Menschen nicht aggressiv. Man sollte bei einem Aufeinandertreffen Ruhe bewahren, das Tier nicht einengen und ihm die M?glichkeit zur Flucht lassen.

4. Tipps zum Fernhalten von (Stadt-)Füchsen

Nahrungsquellen entfernen

Alle Nahrungsquellen im Au?enbereich (Hunde-, Katzen-, Vogelfutter, Essensreste auf Komposthaufen, nicht verschlossene Mülltonnen, Reste auf Gartengrill) entfernen.

Illumination

Anbringen von Au?enlampen mit Bewegungssensor. (Füchse meiden nachts ausgeleuchtete Bereiche) 

Ger?usche

Der L?rm von Menschen kann den Fuchs verscheuchen. Steht einem ein Fuchs gegenüber, so kann man ihn lautstark davonjagen. Sollte der Garten ?fter unbewohnt von Menschen sein, hilft auch das aufstellen eines Radios (Sender ohne viel Musik) um einen Ger?uschpegel, der von Füchsen als st?rend empfunden wird, zu erzeugen.

Fuchssicherer Zaun

Ein fuchssicherer Zaun sollte engmaschig sein (Maschengr??e unter 3cm), entweder überdacht oder mindestens 2m hoch, um ein einfaches überspringen des Zauns zu vermeiden. Zudem sollte der Zaun 30-50cm tief in den Boden eingelassen werden, um ein untergraben durch den Fuchs zu verhindern. Auch Elektroz?une halten Füchse ab.

5. Tollwut

Tollwut ist eine ansteckende Viruskrankheit, welche ohne Behandlung t?dlich verl?uft. Die Symptome der Krankheit sind L?hmungen, Atemkr?mpfe, Bewusstseinsst?rungen und Wutanf?lle. Im Jahr 1885 wurde von Louis Pasteur ein Impfstoff gefunden, um die Tollwut zu bek?mpfen. Durch gro?fl?chig angelegte Impfungen der Fuchspopulation mittels Impfk?dern ist die Viruskrankheit in Deutschland, ?sterreich und der Schweiz fast ganz verschwunden. Nach OIE (Weltorganisation für Tiergesundheit) wurde ein letzter Tollwutfall am 03.02.2006 registriert. Seit 2008 ist Darmstadt offiziell tollwutfrei. Schutzimpfungen von Menschen gegen Tollwut sind nicht n?tig. Sollte es zu einem Biss kommen, wird die Impfung nach dem Biss vorgenommen. Optische Anzeichen beim mit Tollwut infizierten Fuchs sind: ver?ndertes (zutrauliches oder aggressives) Verhalten, Wahrnehmungstrübungen, Apathie, ausgemergeltes Aussehen, stumpfes, struppiges und ausgedünntes Fell. Allerdings ist im Frühjahr ein ?zerrupftes“ Aussehen der Fehe (weiblicher Fuchs) auf die Jungenaufzucht zurückzuführen.

6. Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm ist ein Tierparasit, welcher als Zwischenwirt in M?usen zu finden ist und als Endwirt im Fuchs lebt. Die nachfolgende Erkrankung an Echinokokklose ist seit 2001 meldepflichtig. Laut Veterin?ramt wird regelm??ig auf Fuchsbandwurm getestet, bis jetzt aber immer mit negativem Ergebnis.

Wie die Zahlen belegen, ist ein Erkrankungsrisiko in Deutschland eher gering. Folgende Sicherheitsma?nahmen sollten Sie allerdings beachten: 

  • Tote Füchse niemals anfassen
  • Frisch gepflückte bodennahe Früchte, wie z.B. Beeren nicht ungewaschen verzehren
  • Eigene Haustiere (Hund, Katze) regelm??ig entwurmen

KONTAKT

Grünfl?chenamt

  • 06151 / 13 - 2900
  • 06151 / 13 - 4507
  • 06151 / 13 - 2908

Amt für Veterin?rwesen und Verbraucherschutz

  •  06151 / 78 58 850

Bürger- und Ordnungsamt - Untere Jagdbeh?rde

  • 06151 / 13 - 2296

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Informationen zu Stadtfüchsen

Wichtige Mitteilung
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Aufgrund der aktuellen Situation durch die Ausbreitung des Covid-19-Virus sind alle Stadth?user bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die ?mter und Verwaltungsstellen arbeiten in ver?nderter Arbeitsorganisation weiter und sind per Mail oder telefonisch erreichbar. In dringenden F?llen k?nnen über diese Kommunikationswege pers?nliche Termine vereinbart werden.


Für das Standesamt: 
Alle vereinbarten (Trau-)Termine bleiben bis auf weiteres bestehen.

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