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Aktuelles

Flugl?rmkommission Frankfurt beschlie?t Probebetrieb einer verlagerten Abflugroute AMTIX kurz

Probebetrieb soll im Herbst 2020 starten / Umweltdezernentin Akdeniz: ?Kampf und Arbeit gegen immer mehr Flugl?rm in der Region geht weiter“

25.09.2019

In der Sitzung am heutigen Mittwoch (25.) hat sich die Frankfurter Flugl?rmkommission mit gro?er Mehrheit für die Umsetzung eines Probebetriebs einer verlagerten Abflugroute AMTIX kurz in Form der Routenvariante V3n ausgesprochen. 

Diese Variante verl?sst die derzeitige Routenführung in H?he von Weiterstadt-Gr?fenhausen, verl?uft anschlie?end in der Mitte des Korridors zwischen Erzhausen und Wixhausen, um bei Ro?dorf wieder auf den derzeitigen Routenverlauf einzuschwenken. Aktuell verl?uft die Route auf einer geraden Linie zwischen Wixhausen und Arheilgen und bringt eine hohe Flugl?rmbelastung für die Bev?lkerung dort und in Kranichstein mit sich, da bebautes Gebiet überflogen wird. 

Bereits im August hatte das Forum Flughafen und Region seine Empfehlung für einen Probetrieb dieses Routenverlaufs ausgesprochen und diese zur Beratung in die Flugl?rmkommission weitergeleitet. 

?Angesichts der eindeutigen Entlastungswirkung der Verlagerung für Arheilgen und Kranichstein, von der auch Wixhausen zumindest partiell profitiert, freue ich mich sehr über die heutige eindeutige Entscheidung der Kommission. Es war richtig, das Konsultationsverfahren durchzuführen, denn bislang gab es bei Routenverlagerungen schlichtweg keine tiefergehende Beteiligung der betroffenen Kommunen und der Bürgerinnen und Bürger über die Fachgremien hinaus. Im Verfahren wurde aber auch deutlich, dass es sich um eine l?rmverlagernde und nicht um eine l?rmreduzierende Ma?nahme handelt. Für die grundlegende Problematik eines immer weiter wachsenden Flughafens in einer dicht besiedelten Region stehen nicht die Kommunen in der Verantwortung, sondern beispielsweise die Bundesgesetzgebung, welche die Abwicklungskapazit?t des Flughafens über den Schutz der betroffenen Bev?lkerung setzt“, erl?utert die für Flugl?rm zust?ndige Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. 

Nach dem nun erfolgten Votum der Flugl?rmschutzkommission wird als n?chster Schritt das Bundesamt für Flugaufsicht über die Einführung des Probebetriebs entscheiden. Da dieser durch eine Rechtsverordnung unter Beteiligung mehrerer Institutionen auf Bundesebene in einem umfangreichen Prozess umgesetzt wird, wird dieser Probebetrieb nach dem aktuellen Stand im Oktober 2020 beginnen. Der Probebetrieb soll zeigen, ob die im Laufe der Konsultation angestellten L?rmberechnungen und der erwartete Entlastungseffekt auch in Realit?t eintreten und ob die Flugzeuge den neuen gekurvten Routenverlauf mit ausreichender Genauigkeit einhalten k?nnen. Bei einem positiven Ergebnis wird die neue Flugroute dann in den Regelbetrieb übergeführt. 

?Bei unserer Erleichterung über die heutige Entscheidung bleibt aber auch festzuhalten, dass aktive Schallschutzma?nahmen wie die Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz nur ein Teil des Kampfs und der Arbeit gegen den steigenden Flugl?rm in der Region sind. Es ist noch wichtiger, gemeinsam in der Flugl?rmkommission und im Forum Flughafen und Region die grundlegenden Ursachen der Flugl?rmbelastung anzugehen, z.B. durch den Einsatz l?rm?rmerer Flugzeuge, durch eine Bundesgesetzgebung, die den Schutz der Bev?lkerung vor Flugl?rm in den Mittelpunkt stellt, durch eine deutliche Ausweitung der Nachtflugbeschr?nkung,  durch Flughafenentgelte mit einer L?rmkomponente, die tats?chlich eine Lenkungswirkung haben, oder durch weitere Arbeit für leisere Abflugverfahren“, schlie?t Akdeniz.

Konsultationsverfahren zur Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz beendet / Forum Flughafen und Region spricht Empfehlung für Probebetrieb verlagerter Abflugroute aus

Montag, 19.08.2019

Oberbürgermeister Partsch und Umweltdezernentin Akdeniz: ?Notwendiger wichtiger Schritt für den Schutz der Bev?lkerung vor L?rm im gesamten Darmst?dter Norden“

Das seit Sommer letzten Jahres laufende Konsultationsverfahren zur Verlagerung der zwischen Wixhausen und Arheilgen verlaufenden Abflugroute AMTIX kurz ist am heutigen Montag (19.) abgeschlossen worden. Nachdem im Juni noch L?rmberechnungen zu im Laufe der Konsultation eingebrachten Routenvarianten vorgestellt wurden und die beteiligten Kommunen die M?glichkeit einer erneuten Stellungnahme hatten, hat das Forum Flughafen und Region als einer der Verfahrenstr?ger seine Empfehlung für einen Probetrieb der Verlagerung in der Routenvariante 3 ausgesprochen.

Diese Routenvariante verl?sst die derzeitige Routenführung in H?he von Weiterstadt-Gr?fenhausen, verl?uft anschlie?end in der Mitte des Korridors zwischen Erzhausen und Wixhausen um bei Ro?dorf wieder auf den derzeitigen Routenverlauf einzuschwenken. Aktuell verl?uft die Route auf einer geraden Linie zwischen Wixhausen und Arheilgen und bringt entsprechend eine hohe Flugl?rmbelastung für die Bev?lkerung dort und in Kranichstein mit sich. 

?Ich freue mich, dass nach der intensiven Abw?gung in der Konsultation nun eine Empfehlung für die Variante 3 ausgesprochen wurde, diese hat für die Gesamtregion und für den Darmst?dter Norden insgesamt eine eindeutig positive Wirkung und kann auch für Wixhausen Verbesserungen bringen“, erl?utert Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. ?Damit wird der  Auftrag der Stadtverordnetenversammlung umgesetzt, für eine gr??tm?gliche Entlastung für Darmstadt zu sorgen. Mein Dank gilt dem Forum Flughafen und Region und der Flugl?rmkommission und allen in den Gremien vertretenen Institutionen für die im Rahmen der Konsultation geleistete Arbeit. Ich hoffe nun, dass der Probebetrieb m?glichst bald starten kann, um die berechnete Entlastung auch in der Realit?t umsetzen zu k?nnen.

Es darf dabei aber nicht vergessen werden, dass die Entlastung in Darmstadt mit einer teilweisen Verlagerung der Belastung auf andere Kommunen einhergeht, wenn auch in eindeutig geringerem Ausma?. Dieses Dilemma beruht darauf, dass gem?? der aktuellen Gesetzeslage bei der Abw?gung der Schutz der Bev?lkerung vor Flugl?rm erst nach Kriterien wie der Abwicklungskapazit?t des Flughafens kommt. Von daher ist die grunds?tzliche Forderung nach der Verringerung von Flugl?rm für alle nur mit der Verringerung der Starts und Landungen zu verwirklichen, das muss uns allen bewusst sein.“

Zu Anfang des Konsultationsverfahrens stand noch eine Empfehlung des Forums Flughafen und Region für eine Routenvariante, welche direkt am Wixh?user Nordrand verlaufen w?re und in Wixhausen für einen weiteren Anstieg der L?rmbelastung gesorgt h?tte. In der Gesamtbetrachtung der Region w?re dieser Vorschlag jedoch zu diesem Zeitpunkt am vorteilhaftesten gewesen. Der Darmst?dter Magistrat hatte sich von Anfang an zwar generell für eine Verlagerung, aber wegen der Mehrbelastung für Wixhausen gegen den empfohlenen Routenverlauf Variante 4 ausgesprochen. 

Im Laufe der Konsultation wurden die zu Beginn eingebrachten Routenvorschl?ge überarbeitet und neue Vorschl?ge aufgenommen. Zudem wurden als Anregung vieler an der Konsultation beteiligten Kommunen die aktuellen Erkenntnisse der L?rmwirkungsforschung wie beispielsweise die NORAH-Studie in den für die Bewertung von aktiven Schallschutzma?nahmen wie Flugroutenverlagerungen genutzten Frankfurter Flugl?rmindex eingearbeitet. Am Ende ergab sich durch diese Ver?nderungen, dass abschlie?end die Routenvariante 3 für die Gesamtregion am vorteilhaftesten in Bezug auf L?rmbelastung bei Amtix kurz ist. Auch der Darmst?dter Magistrat hatte sich in der letzten Stellungnahme im Juni für diese Variante ausgesprochen, weil sie aus der Darmst?dter Sicht ebenfalls die Vorzugsvariante darstellt. So ergibt sich in den einzelnen Betrachtungsgebieten des Frankfurter Flugl?rmindexes für Darmstadt in der Gesamtbetrachtung eine eindeutige Entlastung. Auch in der Einzelbetrachtung für Wixhausen ergeben sich in 5 von 6 analysierten Gebiete bessere oder zumindest gleichbleibende L?rmwerte. Weil die ge?nderte Route aber weiterhin nah an Wixhausen verlaufen wird, sind die Entlastungseffekte deutlich geringer als für Arheilgen und Kranichstein. Der Magistrat begrü?t zudem, dass das Forum Flughafen und Region eine neue Ausarbeitung eines engagierten Wixh?user Bürgers zu verschiedenen Streuungsvarianten intensiv geprüft hat. Die Deutsche Flugsicherung lehnte diese Varianten vor allem wegen Bedenken zur Sicherheit und Abwicklungskapazit?t ab, aber auch die Entlastungswirkung für die Gesamtregion fiel deutlich niedriger aus, so dass die Streuung in die Entscheidungsfindung als Alternative nicht aufgenommen wurde.    

?Mit dem Abschluss des Verfahrens k?nnen wir sagen, dass es richtig war gemeinsam mit Erzhausen als hauptbetroffene Kommunen vor zwei Jahren ein solches erweitertes Beteiligungsverfahren einzufordern. Die Konsultation hat wegen der komplexen Materie und der intensiven Abw?gung viel Zeit und Arbeit gekostet, aber aus unserer Sicht ihre Funktion erfüllt, vor der Einführung einer Schallschutzma?nahme Transparenz hinsichtlich der Entscheidungsfindung zu schaffen und die M?glichkeit auch alternative L?sungen prüfen zu k?nnen. Ich freue mich zudem, dass die nun gefundene L?sung auch für Wixhausen eine zumindest teilweise Verbesserung gegenüber dem Status quo mit sich bringt, nachdem bei einigen Bürgerinnen und Bürgern aus Wixhausen zu Anfang der Eindruck entstanden war, wir würden Wixhausen durch unsere Positionierung für eine Verlagerung benachteiligen. Wixhausen ist ein gleichberechtigter Stadtteil von Darmstadt, es ist selbstverst?ndlich, dass wir uns im Rahmen des Verfahrens intensiv für eine gute L?sung für alle betroffenen Stadtteile eingesetzt haben“, erkl?rt dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Nach der Empfehlung des Forums Flughafen und Region muss als n?chstes die Flugl?rmkommission für den Flughafen Frankfurt in ihrer n?chsten Sitzung im September über diese Empfehlung beraten. Anschlie?end würde dann das Bundesamt für Flugaufsicht über die Einführung des Probebetriebs entscheiden. Da dieser durch eine Rechtsverordnung unter Beteiligung mehrerer Institutionen auf Bundesebene umgesetzt wird, werden noch einige Monate bis zum Beginn des auf 12 Monate ausgelegten Probebetriebs vergehen. Dieser soll zeigen, ob die im Laufe der Konsultation angestellten L?rmberechnungen und der erwartete Entlastungseffekt auch in Realit?t eintreten und ob die Flugzeuge den neuen gekurvten Routenverlauf mit ausreichender Genauigkeit einhalten k?nnen. Bei einem positiven Ergebnis würde die neue Flugroute dann in den Regelbetrieb übergeführt. 

?Es bleibt aber auch festzuhalten, dass durch aktive Schallschutzma?nahmen wie die Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz mit dem Flugl?rm in der Region nur ein Symptom des immer weiter wachsenden Flugverkehrs am Frankfurter Flughafen bek?mpft wird. Vor dem Hintergrund, dass in der aktuellen Diskussion um die Klimawirkung von Flügen und die Minimierung beispielsweise von Inlandsflügen die L?rmwirkung auf die betroffene Bev?lkerung leider oftmals in den Hintergrund tritt, ist es aber trotzdem wichtig, dass wir alle Stellschrauben die den betroffenen Kommunen für mehr Schallschutz zur Verfügung stehen auch nutzen. Auch nach dem Probebetrieb geht daher die gemeinsame Arbeit in der Flugl?rmkommission beispielsweise für mehr und besseren aktiven und passiven Schallschutz, eine Bundesgesetzgebung, die den Schutz der Bev?lkerung vor Flugl?rm in den Mittelpunkt stellt und eine Ausweitung der Nachtflugbeschr?nkung weiter“, so Partsch und Akdeniz abschlie?end.

Stellungnahme zu Konsultationsverfahren "AMTIX kurz" mit gro?er Mehrheit in Darmst?dter Stadtverordnetenversammlung beschlossen

Freitag, 15.02.2019

Umweltdezernentin Akdeniz: ?Der Gesetzgeber in Berlin muss aktiven Schallschutzma?nahmen generell mehr Gewicht geben“

Nachdem der Umweltausschuss der Darmst?dter Stadtverordnetenversammlung bereits am 23. Januar 2019 einstimmig dem Entwurf der st?dtischen Stellungnahme zum Abschluss der ?ffentlichkeitsbeteiligung im Konsultationsverfahren zur Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz zugestimmt hatte, wurde die entsprechende Vorlage auch auf der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung abschlie?end behandelt und mit gro?er Mehrheit beschlossen. In der Stellungnahme hatte der Magistrat das Konsultationsverfahren generell begrü?t sowie sich vorbehaltlich des Ergebnisses noch ausstehender L?rmberechnungen für die Routenvariante V2 ausgesprochen, da diese für die Stadt Darmstadt die gr??te Entlastungm?glichkeit aufweist. Der Magistrat setzt damit einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung um, m?glichst viele Darmst?dterinnen und Darmst?dter von Flugl?rm zu entlasten.

Bei der Debatte um die Vorlage verwies Umweltdezernentin Barbara Akdeniz darauf, dass das Thema aktiver Schallschutz in Zukunft eine gr??ere Rolle spielen muss. So war bei der letzten Sitzung der Flugl?rmkommission (FLK) für den Flughafen Frankfurt Main der Bericht der Bundesregierung zur anstehenden überarbeitung des Flugl?rmschutzgesetzes ein zentrales Thema der Beratung. Der durch die Bundesregierung beschlossene Bericht spricht dem Bundestag Empfehlungen für einen besseren Schutz gegen Flugl?rm aus, bleibt aber inhaltlich deutlich hinter den Empfehlungen des Umweltministeriums und des Umweltbundesamts aus dem vergangenen Jahr zurück. So sollen unter anderem besonders betroffene und sensible Geb?ude in Flughafenn?he, darunter Kindertagesst?tten und Schulen besseren baulichen Schallschutz erhalten. Keine Berücksichtigung jedoch fand im Bericht die Forderung nach dem aktiven Schallschutz, also der Reduzierung des Flugl?rms durch leisere Flugzeuge und Flugverfahren, in den ma?geblichen Regelwerken au?erhalb des Flugl?rmschutzgesetzes einen h?heren Stellenwert zugeben. Die bislang am Frankfurter Flughafen implementierten aktiven Schallschutzma?nahmen erfolgen daher von Seiten der Luftverkehrswirtschaft auf rein freiwilliger Basis.

?Die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter in der Kommission waren sich einig, dass die Empfehlungen der  Bundesregierung nicht ausreichen, um die von Flugl?rm betroffene Bev?lkerung wirksam zu schützen, einige Vorschl?ge zum passiven Schallschutz sind zwar gut, der L?rm muss aber logischerweise durch aktive Schallschutzma?nahmen zuallererst an der Quelle reduziert werden“, so Akdeniz.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte bereits im August 2018 einstimmig die Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flugl?rmkommissionen unterstützt, welche unter anderem die gesetzliche Berücksichtigung des aktiven Schallschutzeses fordert und den Magistrat auffordert, Bundestag und Bundesregierung den dringend notwendigen Reformbedarf in diesem Bereich zu vermitteln. Daher hatte sich die Stadt Darmstadt an einer gro?en gemeinsamen Aktion zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter betroffener Kommunen und Flugl?rmkommissionen vor dem Berliner Reichstag im vergangenen September beteiligt. ?Es zeigt sich, dass die Kommunen den Druck auf den Gesetzgeber in Berlin weiter aufrechterhalten müssen, hier sind auch alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung gefragt, ihre Verbindungen in den Bundestag entsprechend zu nutzen“, so Akdeniz.

Nach der Ver?ffentlichung des Berichts zur ?ffentlichkeitsbeteiligung folgen im ersten Halbjahr 2019 noch abschlie?ende Berechnungen und Untersuchungen zu einzelnen Routenvarianten, welche im Laufe des Konsultationsverfahrens eingebracht wurden. Seitens des FFR und der FLK ist geplant, dass sich bei Vorlage der Ergebnisse die beteiligten Kommunen zur Verlagerung und den einzelnen Routenvarianten abschlie?end positionieren. Danach folgt ein Beschluss zur Umsetzung eines m?glichen Probebetriebs der Verlagerung, in den Gremien des Forum Flughafen und Region (FFR) und in der FLK.

Wissenschaftsstadt Darmstadt zieht Zwischenbilanz nach beendeter ?ffentlichkeitsbeteiligung im Konsultationsverfahren zur Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz

 17.01.2019

Nach Beendigung der Phase der ?ffentlichkeitsbeteiligung im Konsultationsverfahren zur m?glichen Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz, hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt in Person von Umweltdezernentin Barbara Akdeniz eine erste Zwischenbilanz gezogen: ?Generell begrü?en wir die erstmalige Anwendung eines solchen Konsultationsverfahrens vor der Einführung einer l?rmverlagernden Schallschutzma?nahme. Aus unserer Sicht ist es besser, die sich ergebenden Konflikte und Diskussionen gesteuert und geordnet im Vorfeld und nicht erst im Nachgang nach der Einführung der Ma?nahme zu führen“, steht Akdeniz dem Verfahren positiv gegenüber.
 
Wie im Entwurf des Berichts zur ?ffentlichkeitsbeteiligung festgehalten wird, bringen alle derzeit vorliegenden Varianten einer Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz eine signifikante Entlastung des Darmst?dter Nordens mit sich, auch wenn sich die Entlastungen zwischen den n?rdlichen Stadtteilen ungleich verteilen: ?Aus diesem Grund sprechen wir uns auch in unserer Stellungnahme weiterhin für die Verlagerung aus. Gem?? den vorliegenden Berechnungen k?nnte die Routenvariante V2 die zahlenm??ig gr??te Entlastung der Bürgerinnen und Bürger Darmstadts von Flugl?rm bewirken. Für eine endgültige Beurteilung müssen wir aber noch das Ende der offenen Prüfauftr?ge abwarten“, so Akdeniz.

Derzeit wird durch das vom Forum Flughafen und Region (FFR) und der Flugl?rmkommission Flughafen Frankfurt Main (FLK) beauftragte Moderationsbüro ein Bericht über die ?ffentlichkeitsbeteiligung erstellt, welcher am 30.01.2019 in einer gemeinsamen Veranstaltung von FFR und FLK vorgestellt wird.  Den an der Konsultation beteiligten Kommunen steht die M?glichkeit offen, hierzu eine Stellungnahme abgeben. Im ersten Halbjahr 2019 erfolgen dann noch abschlie?ende Berechnungen und Untersuchungen zu einzelnen Routenvarianten, welche im Laufe des Konsultationsverfahrens eingebracht wurden.

Neben den verschiedenen Varianten einer verlagerten Flugroute wurden im Rahmen der ?ffentlichkeitsbeteiligung auch alternative Schallschutzma?nahmen wie eine ?nderung der Startverfahren oder die Aufstreuung der Abflugroute sowie die Auswirkungen von Schadstoffemissionen startender Flugzeuge wie z.B. Ultrafeinst?ube (UFS) diskutiert. Aufgrund des nicht ausreichenden Kenntnisstandes zu den Auswirkungen von UFS finden diese aber keine Berücksichtigung. Im Gegensatz zu UFS gibt es für (Flug)L?rm ausreichend wissenschaftliche Untersuchung zur Gesundheitswirkung und entsprechende Dosis-Wirkungs-Beziehungen, daher r?umt z.B. die FLK bei aktiven Schallschutzma?nahmen dem L?rmschutz eindeutig Priorit?t vor dem Schutz vor Schadstoffen bei: ?Die FLK hat aber mit gro?er Mehrheit bereits im letzten Jahr wissenschaftliche Untersuchungen zur Wirkung von Ultrafeinst?uben sowie deren Entstehung und Ausbreitung am Flughafen Frankfurt gefordert, um die bislang nicht ausreichenden Kenntnisst?nde hierzu zu verbessern. Im Interesse aller durch die Auswirkung des Flugverkehrs betroffenen Darmst?dter Stadtteile habe ich diese Forderung, welche mittlerweile von der Hessischen Landesregierung aufgegriffen wurde, selbstverst?ndlich unterstützt“, so Akdeniz. 

Seitens des FFR und der FLK ist geplant, dass nach den abschlie?enden Berechnungen die beteiligten Kommunen sich zur Verlagerung und den einzelnen Routenvarianten positionieren. Anschlie?end folgt dann ein Beschluss zur Umsetzung eines m?glichen Probebetriebs der Verlagerung in den Gremien des FFR und in der FLK.

Das Konsultationsverfahren zur m?glichen Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz, welche für den Flugl?rm in den n?rdlichen Darmst?dter Stadtteilen verantwortlich ist, l?uft seit Juni 2018. Ende November fand im Rahmen des Verfahrens die bislang letzte Sitzung der Gruppe der politischen Entscheidungstr?gerinnen und -tr?ger statt. Damit endete auch die Phase der ?ffentlichkeitsbeteiligung, welche auch Sitzungen einer Gruppe zufallsausgew?hlter Bürgerinnen und Bürger, ?ffentliche Veranstaltungen oder eine Beteiligungsm?glichkeit im Internet umfasste. Die Unterlagen und Protokolle aller Gruppensitzungen im Konsultationsverfahren sind im Internet unter https://konsultation.aktiver-schallschutz.de/termine/ abrufbar.

Flugl?rmkommission: Umweltdezernentin Akdeniz in Vorstand gew?hlt

28.11.2018

Konsultationsverfahren AMTIX kurz vor dem Abschluss / Akdeniz: ?Sehe die Wahl als Motivation, meine Arbeit für mehr L?rmschutz in der Region in der Kommission auf einer neuen Ebene weiter engagiert voran zu treiben“

Die Flugl?rmkommission hat bei ihrer Tagung am Mittwoch zwei für Darmstadt wichtige Punkte behandelt. Zum einen ist Umweltdezernentin Barbara Akdeniz für eine Amtszeit von vier Jahren in den Vorstand des Gremiums gew?hlt worden. Zum anderen befindet sich das Konsultationsverfahren zur Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz auf der Zielgeraden. Hier  waren bereits mehrere Sitzungen der Gruppen der politischen Entscheidungstr?gerinnen und Tr?ger sowie der zufallsausgew?hlten Bürgerinnen und Bürger erfolgt, wobei die bereits bekannten Routenvarianten und die Kriterien zu ihrer Bewertung er?rtert, alternative Entlastungsm?glichkeiten diskutiert und auch neue Routenvorschl?ge eingebracht wurden. Die Prüfungen dieser Vorschl?ge dauern noch rund sechs Monate an, danach erfolgt eine Positionierung der beteiligten Kommunen. Abschlie?end entscheiden die FLK und das Forum Flughafen und Region über das weitere Vorgehen.

?Durch die auch von uns geforderte Offenheit ben?tigt das Verfahren nun noch etwas mehr Zeit, ich denke aber dass diese Zeit und auch die bislang investierte Arbeit der beteiligten Gremien gut investiert ist, um die Diskussionen über die Routenvarianten fakten- und sachorientiert zu führen“, erl?utert Umweltdezernentin Barbara Akdeniz, die ihre Wahl in den Vorstand begrü?te: ?Zuerst m?chte ich Thomas Jühe als Vorsitzenden sowie Katrin Eder und Jan Fischer als Stellvertreterin und Stellvertreter und den anderen Beisitzerinnen und Beisitzern gratulieren. Ich fühle mich sehr geehrt, vom Vorstand vorgeschlagen und von der Flugl?rmkommission gew?hlt worden zu sein. Das neue Amt sehe ich als Motivation und Ansporn meine Arbeit für mehr L?rmschutz in der Region in der FLK auf einer neuen Ebene weiter engagiert voran zu treiben.“ Da in der Flugl?rmkommission m?glichst alle Formen der Flugl?rmbetroffenheit am Frankfurter Flughafen abgebildet werden sollen und ein Vorstandsmitglied aus M?rfelden-Walldorf ausschied, hatte der amtierenden Vorstand im Vorfeld Akdeniz für die Nachbesetzung vorgeschlagen, um so weiterhin die Betroffenheit von Abflügen von der Startbahn West im Bereich südlich des Flughafens abzubilden.

Neben der Wahl und dem Verfahren zu AMTIX kurz wurde im Rahmen der Sitzung auch  die diesj?hrige Betriebsrichtungsverteilung thematisiert. Diese gibt an, in welche Richtung am Flughafen Frankfurt gestartet und gelandet wird. Dieses Jahr gab es bis inklusive September einen Anteil von 54.2% Westbetrieb, bei dem die Flugzeuge in Richtung Westen starten und landen. In 2017 lag dieser Anteil bei 75,2%, dem langj?hrigen Mittel. Er?rtert wurde auf der Sitzung, ob diese Abweichung mit dem voranschreitenden Klimawandel zu tun haben k?nnte. Um hier Aussagen treffen zu k?nnen, sind aber laut Aussagen des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie noch weitere Forschungen von N?ten.

Für den Flugl?rm im Norden Darmstadts ist Ostbetrieb grunds?tzlich positiv zu bewerten, da dann deutlich weniger Starts über die dort verlaufende Abflugroute AMTIX kurz erfolgen. Anderseits kommt es dann aber auch zu überflügen von auf den Endanflug eindrehenden landenden Flugzeugen über das Kernstadtgebiet, allerdings in relativ gro?er H?he. Dieses Jahr war zudem zu beobachten, dass es vermehrt zu windbedingten Nichtnutzung der Startbahn West bei Ostbetrieb gekommen ist, dann werden Abflüge Richtung Süden und Südost vom Parallelbahnsystem des Flughafens über eine sonst kaum genutzte Abflugroute am Darmst?dter Ostrand entlang geführt mit entsprechenden Flugl?rm z.B. im Komponistenviertel, Bessungen und Eberstadt. ?Auch wenn diese Belastungen nicht mit dem von der Route AMTIX kurz ausgehenden L?rm zu vergleichen sind, werden wir diese Entwicklungen trotzdem weiter intensiv beobachten“ so Akdeniz abschlie?end.

Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beteiligt sich an Veranstaltung vor dem Berliner Reichstag für mehr gesetzlichen Schutz vor Flugl?rm

13.09.2018

Am vergangenen Mittwoch gab es in Berlin vor dem Reichstag eine gro?e Kundgebung für mehr und besseren gesetzlichen Schutz vor Flugl?rm. Veranstaltet wurde die Aktion von der Arbeitsgemeinschaft  Deutscher  Flugl?rmkommissionen (ADF) und Bundesvereinigung gegen  Flugl?rm. Zahlreiche kommunale Vertreterinnen und Vertreter der Flugl?rmkommissionen im Bundesgebiet und Mitgliederinnen und Mitglieder von Bürgerinitiativen gegen Flugl?rm waren dem Aufruf gefolgt, und machten auf die v?llig unzureichende Wirkung des derzeitigen Flugl?rmschutzgesetzes aufmerksam und forderten deutliche Verbesserungen in der anstehenden überarbeitung dieses Gesetzes, beispielsweise einen deutlich besseren Schutz vor n?chtlichen Flugl?rm. Auch der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt war durch Umweltdezernentin Barbara Akdeniz und den st?dtischen Flugl?rmbeauftragten Lion Ro?bach bei der Kundgebung vertreten.

?Da die ma?geblichen Gesetze zum Flugl?rm im Bundestag beschlossen werden, ist es wichtig, dass wir mit der Aktion in Berlin deutlich machen, dass die von Flugl?rm betroffene Bev?lkerung bundesweit ein wirksames Flugl?rmschutzgesetz braucht, daher bin ich gerne der Aufforderung der Stadtverordnetenversammlung gefolgt und setze mich fortlaufend auch auf der Bundesebene für mehr Schutz vor Flugl?rm ein“, erl?utert dazu Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.

In der Sitzung am 30. August hatte die Darmst?dter Stadtverordnetenversammlung einstimmig eine Stellungnahme der ADF unterstützt, in der diese zahlreiche Verbesserungsvorschl?ge für die anstehende überarbeitung des Flugl?rmschutzgesetzes und weiterer gesetzlicher Regelwerke unterbreitet. Zudem wurde der Magistrat aufgefordert sich beim Bundestag und der Bundesregierung für mehr gesetzlichen Schutz vor Flugl?rm einzusetzen.   

Trotz der gleichzeitig laufenden Debatte im Plenum des Bundestages waren viele Bundestagsabgeordnete aus den von Flugl?rm besonders betroffenen Wahlkreisen zur Kundgebung gekommen, unter anderem Daniela Wagner (GRüNE) und Astrid Mannes (CDU).
Nach den Redebeitr?gen der Vorsitzenden der ADF, dem Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe und eines Vertreters der Bürgerinitiativen wurden noch symbolisch 250 kommunale Unterstützungen der ADF Stellungnahme an die Vorsitzenden des überfraktionellen Parlamentskreises Flugl?rm übergeben.

Nach der Kundgebung nahmen die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter der Flugl?rmkommissionen noch an einer Anh?rung des überfraktionellen Parlamentskreises Flugl?rm zur überarbeitung des Flugl?rmschutzgesetzes teil.

?Ich habe bei der Anh?rung deutlich gemacht, dass wir zum einen Vorrang von aktiven Schallschutzma?nahmen wie leiseren Flugzeugen vor passiven Schallschutzma?nahmen brauchen, denn derzeit haben wir mit der Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz einen inter- und auch teilweise innerkommunalen Konflikt, der eigentlich durch den Flughafenbetreiber und die Fluggesellschaften mit den zahlreichen Flugbewegungen verursacht wird. Ein wirksames Flugl?rmschutzgesetz kann helfen, diese Konflikte zumindest abzumildern“, so Akdeniz.

Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt Forderung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flugl?rmkommissionen (ADF) zum besseren Schutz gegen Flugl?rm

05.07.2018

Akdeniz: ?Gesetzes?nderung muss dafür sorgen, dass Flugl?rm durch wirksamen aktiven und passiven Schallschutz deutlich abgemindert wird“

Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom Mittwoch (4.) beschlossen, die Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Flugl?rmkommissionen (ADF) für gesetzliche Anpassungen beim Schutz der Bev?lkerung vor Flugl?rm zu unterstützen. Im Fokus steht hierbei die eigentlich bereits für das Jahr 2017 vorgesehene überprüfung der Regelungen des Gesetzes zum Schutz gegen Flugl?rm. Dieses Gesetz umfasst die Anwendung passiven Schallschutzes und Baubeschr?nkungen im Umfeld von Flugh?fen. Stimmt die Stadtverordnetenversammlung (vermutlich bei der n?chsten Sitzung am 30.08.) der Vorlage zu, ist der Magistrat aufgefordert, die ADF bei den Bemühungen bei der Bundesregierung auf eine gesetzliche Anpassung zum besseren Schutz der Bev?lkerung vor Flugl?rm zu dr?ngen, zu unterstützen. Dazu geh?ren auch Forderungen wie die Ausweitung der Nachtflugbeschr?nkung auf die Zeit von 22 bis 06 Uhr, mehr Anreize zum Einsatz leiserer Flugzeuge, sowie ein verbesserter baulicher Schallschutz z.B. für Kindertageseinrichtungen.

Umweltdezernentin Barbara Akdeniz hierzu: ?Ziel hier muss es sein, den Flugl?rm durch aktive Schallschutzma?nahmen m?glichst zu minimieren, und die verbleibende L?rmbelastung durch wirksamen passiven Schallschutz abzumindern. Bislang ersch?pft sich der gesetzliche Schutz gegen Flugl?rm fast ausschlie?lich auf passiven Schallschutz, im Darmst?dter Norden meist nur Schallschutzlüfter in Schlafr?umen. In seiner aktuellen Anwendung wird das Flugl?rmschutzgesetz damit leider schlichtweg seinem Namen nicht gerecht.“

Für den Flughafen Frankfurt wurde als Folge des Gesetzes ein L?rmschutzbereich mit Nacht- und Tagschutzzonen ausgewiesen. Weite Teile des Darmst?dter Nordens liegen in der Tag-Schutzzone 1 und der Nacht-Schutzzone, eine Ausweisung neuer Bebauungspl?ne ist dort nicht m?glich, Bürgerinnen und Bürger in der Nacht-Schutzzone haben ein Anrecht auf passiven Schallschutz für Ruher?ume. Die ADF-Stellungnahme verweist hier auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung von Flugl?rm insbesondere in der Nacht und fordert entsprechend deutlich niedrigere Grenzwerte für den Anspruch auf passive Schallschutzma?nahmen, diese Ma?nahmen sollen zudem deutlich wirkungsvoller ausgeführt werden.

Darüber hinaus beschreibt die Stellungnahme, dass im Gesetz zum Schutz gegen Flugl?rm und in anderen für Flugl?rm relevanten Gesetzeswerken der aktive Schallschutz, also die Reduzierung des L?rms am Flugzeug, deutlich mehr Anwendung finden muss. Derzeit sind diese für den Flugl?rmschutz wichtigen Ma?nahmen kaum gesetzlich verankert, was ihre Anwendung deutlich erschwert. Daher regt die Stellungnahme an, aktiven Schallschutzma?nahmen bei der Abw?gung von Flugrouten beispielsweise gegenüber Kriterien wie der Abwicklungskapazit?t sehr viel mehr Bedeutung einzur?umen.

?Wir diskutieren aktuell über die Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz, die in Bezug auf die Anzahl der von Flugl?rm belasteten Menschen betr?chtliches Wirkungspotential hat. Wir stellen mit der Anforderung an das Flugl?rmschutzgesetz aber die prinzipielle Belastung durch Flugl?rm in den Mittelpunkt der Debatte. Um hier entgegen zu wirken, brauchen wir zus?tzlich ein ganzes Bündel an Ma?nahmen, vom l?ngeren Nachtflugverbot über leisere Flugzeuge bis zu mehr und besserem aktiven Schallschutz, um für die Gesamtregion und damit auch für Darmstadt eine deutliche Entlastung zu erreichen. Für die Umsetzung dieser Forderungen und die ?nderung der notwendigen Rahmenbedingungen in Berlin wollen wir uns mit aller Kraft einsetzen“, so Akdeniz.

Flugl?rmkommission beschlie?t zweites Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz und Konsultationsverfahren zur Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz

02.05.2018

Stadtr?tin Akdeniz: ?Verfahren ist wichtig, um die Auswirkungen einer verlagerten Flugroute im Detail zu betrachten und abschlie?end zu bewerten“

Die Flugl?rmkommission (FLK) hat am Mittwoch (02.) das zweite Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz und den überarbeiteten Vorschlag zum Konsultationsverfahren zur Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz beschlossen. Der überarbeitete Vorschlag zum Konsultationsverfahren sieht vor, dass die Gruppe der per Zufall ausgew?hlten einzubindenden Bürgerinnen und Bürger erweitert wird, neben den n?rdlichen Darmst?dter Stadtteilen, Erzhausen, M?rfelden-Walldorf werden nun auch Bürgerinnen und Bürger aus Weiterstadt eingebunden. Begleitet wird das Auswahlverfahren zudem von einem Neutralit?tsbeirat, welcher das Auswahlverfahren der Bürgerinnen und Bürger kontrollieren wird. Neben der Gruppe der Bürgerinnen und Bürger sollen auch politische Entscheidungstr?ger der betroffenen Kommunen in die Konsultation eingebunden werden. Nach den Rückmeldungen der Kommunen wird diese Gruppe nun unabh?ngig von der Bürgerinnen und Bürger Gruppe tagen, die politischen Entscheidungstr?ger k?nnen nun auch von einer weiteren fachkundigen Person begleitet werden. Basis für das Verfahren ist das zweite Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz, dass nun ebenfalls eine Mehrheit in der FLK fand.

?Ich freue mich sehr darüber, dass das Ma?nahmenpaket und das Konsultation nun in die Umsetzung kommen. Gerade weil es sich bei der m?glichen Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz um eine sehr kontroverse Ma?nahme handelt, ist es richtig sich im nun erstmals angewendeten Konsultationsverfahren die Auswirkungen einer verlagerten Flugroute im Detail anzuschauen, um eine fundierte Bewertung abgeben zu k?nnen.“ erl?utert die für Flugl?rm zust?ndige Darmst?dter Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.

Gleichgeblieben sind das Ziel und die Abfolge des Verfahrens: Zu Beginn sollen m?glichst noch vor den Sommerferien drei ?ffentliche Informationsveranstaltungen in Erzhausen, Weiterstadt und Darmstadt durchgeführt werden, bei denen die Untersuchung der Routenverlagerung und der Ablauf der Konsultation pr?sentiert werden. Bei den anschlie?enden Treffen der beiden Konsultationsgruppen sollen die Herleitung der Untersuchungsergebnisse zur m?glichen Routenverlagerung sowie die positiven und negativen Auswirkungen er?rtert und die Prüfung von eventuellen Alternativvorschl?gen und gegebenenfalls noch nicht betrachteten Aspekten m?glich gemacht werden. Damit wird den betroffenen Kommunen und den eingebundenen Bürgerinnen und Bürgern eine fundierte Basis für eine eigene Bewertungen bzw. Positionierungen gegeben. Diese flie?en anschlie?end in einen Beschlussvorschlag des FFR für die FLK  ein, welche dann abschlie?end über einen Probebetrieb der verlagerten Abflugroute ber?t. über einen neuen Internetauftritt zum Verfahren ist es künftig auch allen weiteren Bürgerinnen und Bürgern, Institutionen und Vereinen m?glich, eigene schriftliche Stellungnahmen und Fragen in den Prozess einzubringen. Nach den Treffen der Konsultationsgruppen im Laufe des Sommers soll dann ein Abschlussbericht erstellt werden und dieser im November dem FFR zur Erstellung eines Beschlussvorschlags für die FLK zugehen.

?Bislang erfolgte bei ?nderungen von Flugverfahren über die Beratung in der Flugl?rmkommission hinaus keine weitere Beteiligung der betroffenen Kommunen, bzw. der Bürgerinnen und Bürger. Nun bietet sich erstmals diese Chance. Ich danke dem Vorstand der FLK und dem Forum Flughafen und Region für das ausgearbeitete Konsultationskonzept. Wir als Stadt Darmstadt werden das Verfahren auf jeden Fall h?chst engagiert angehen“, so Akdeniz.

Neben dem Konsultationsverfahren und dem Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz wurden noch weitere Themen bei der Sitzung der FLK beraten. So wurde zum geplanten, vorgezogenen Bau eines Flugsteiges des Terminals 3 für Billigfluggesellschaften mit gro?er Mehrheit eine kritische Stellungnahme zur Auswirkung dieses Ausbauvorhabens beschlossen. Die Entscheidung über die Baugenehmigung liegt derzeit bei der Stadt Frankfurt als für den entsprechenden Bauantrag zust?ndige Kommune.

?Vor dem Hintergrund, dass der Flughafenausbau eigentlich der Sicherung der Umsteigefunktion und der Schaffung von hochwertigen Arbeitspl?tzen dienen sollte, ist unabh?ngig von der rechtlichen Bewertung ein weiterer Ausbau zugunsten der Billigfluggesellschaften eindeutig abzulehnen. Die Tickets m?gen zwar billig sein, die wahren Kosten tragen aber dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gesellschaften durch miserable Arbeitsbedingungen oder die Region durch mehr Flugl?rm, auch durch vermehrte Flüge in der Nacht, bedingt durch aufs letzte ausgereizte Umlaufpl?ne“ schlie?t Akdeniz.

Entscheidung der Flugl?rmkommission zum Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz vertagt

(ono) – Donnerstag, 15.02.2018

Umweltdezernentin Akdeniz: ?Nichts zu tun hei?t, überhaupt keine Entlastung zu schaffen“

?Hier wurde die Chance vertan, rasch zur L?rmentlastung zu kommen“: So kommentiert Barbara Akdeniz, Umweltdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt, den Verlauf der Sitzung der Flugl?rmkommission für den Flughafen Frankfurt Main am  Mittwoch, 14. Februar 2018. Die Sitzung stand unter einem zentralen Thema: Pr?sentation des zweiten Ma?nahmenpakets Aktiver Schallschutz, das am 26. Januar durch das Forum Flughafen und Region (FFR) vorgestellt worden war und nun in der Flugl?rmkommission diskutiert werden sollte. Ein für Darmstadt zentraler Bestandteil des Ma?nahmenpakets ist die m?gliche Verlagerung der Abflugroute Amtix kurz, die das Potenzial hat, für den Darmst?dter Norden eine signifikante L?rm-Entlastung mit sich zu bringen. Weil sich aber durch die Verlagerung auch eine Mehr- bzw. Neubelastung beispielsweise für Erzhausen erg?be, sollte  es hierzu ein Konsultationsverfahren geben.

Bei der Vorstellung in der Flugl?rmkommission traf das Ma?nahmenpaket allerdings auf ein sehr geteiltes Echo. Einige Mitglieder der Kommission wollten das Ma?nahmenpaket nicht ?positiv aufnehmen“, sondern nur ?zur Kenntnis nehmen“, was einer Nichtempfehlung gleichkommt. Auch nach Vorstellung von Details des Konsultationsverfahrens konnte keine Einigkeit über die Umsetzung erzielt werden, daher wurde eine entsprechende Entscheidung vertagt.

?Leider wurde so die M?glichkeit vergeben, m?glichst bald eine weitere Entlastung der Region durch aktiven Schallschutz zu erreichen“, kritisiert Akdeniz. ?Auch unstrittige Ma?nahmen mit eindeutiger Entlastungswirkung wie etwa die computerbasierte Unterstützung für m?glichst l?rmarmes Landen sind hierdurch nun blockiert.  Zu den kontroversen Ma?nahmen mit l?rmverlagernder Wirkung sollte ja gerade durch das Konsultationsverfahren eine M?glichkeit geschaffen werden, diese Auswirkungen im Detail zu diskutieren, um eine fundierte Bewertungsgrundlage zu erhalten – diese M?glichkeit wird uns nun erst einmal verwehrt. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es besser ist, auch kontroverse Ma?nahmen zu prüfen, anstatt nichts zu tun und damit überhaupt keine Entlastung zu schaffen.“

Der Vorstand der Flugl?rmkommission will nun gemeinsam mit dem Forum Flughafen und Region über das weitere Vorgehen hinsichtlich des Ma?nahmenpakets und des Konsultationsverfahrens beraten. Ohne positives Votum der Kommission wurden in der Vergangenheit keine aktiven Schallschutzma?nahmen durch die zust?ndige Deutsche Flugsicherung eingeführt, daher ist eine Umsetzung des Ma?nahmenpakets zumindest ausgesetzt. ?Passiver Schallschutz reicht aber bei Weiten nicht aus“, betont Akdeniz. ?Wir dürfen die wenigen M?glichkeiten, die den Kommunen im Rahmen des Aktiven Schallschutzes offenstehen, nicht aus der Hand geben und den Handlungsspielraum damit der Luftverkehrswirtschaft überlassen. Ich appelliere deshalb dringend an die Beteiligten, hier in einen konstruktiven Austausch über die Umsetzung des Ma?nahmenpakets und des Konsultationsverfahrens zu kommen.“

Ein weiteres intensiv diskutiertes Thema der Sitzung war der vorgezogene Bau eines Flugsteigs für Billigfluggesellschaften. über die Frage, ob dies vom Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau gedeckt ist, wurden auf der Sitzung Rechtsgutachten mit widersprüchlichen Ergebnissen vorgestellt. ?Da der Flughafenausbau eigentlich der Sicherung der Umsteigefunktion und der Schaffung von hochwertigen Arbeitspl?tzen dienen sollte,  ist unabh?ngig von der rechtlichen Bewertung ein weiterer Ausbau für Billigfluggesellschaften eindeutig abzulehnen. Die Tickets m?gen zwar billig sein, die wahren Kosten tragen aber dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gesellschaften durch miserable Arbeitsbedingungen oder die Region durch mehr Flugl?rm“, warnt Akdeniz. Die Entscheidung über den Bau liegt letzten Endes bei der Stadt Frankfurt, diese ist für das Genehmigungsverfahren beim Terminal 3 zust?ndig. 

?Trotz den in der Sitzung deutlich gewordenen Meinungsverschiedenheiten verbindet die in der Flugl?rmkommission vertretenen Kommunen aber mehr als sie trennt“, so Akdeniz. ,Deshalb bin ich zuversichtlich, dass in der weiteren Diskussion um das Ma?nahmenpaket eine Einigung m?glich ist, um so Entlastung für die Region zu erreichen.“

Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt neue st?dtische Flugl?rmmessstation in Arheilgen in Betrieb

(DK) – Freitag, 09.02.2018

Tempor?re Messung des Flughafenbetreibers FRAPORT in Wixhausen dauert an / Umweltdezernentin Akdeniz: ?Wichtige neue Informationsquelle zur Flugl?rmbelastung in Darmstadt“

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat Ende Januar die neue st?dtische Flugl?rmmessstation auf dem Dach der Bezirksverwaltung in Arheilgen in Betrieb genommen. Ab sofort liefert die Station Daten zur Flugl?rmbelastung im Ortsteil. Damit wird die st?dtische Messstation in Wixhausen erg?nzt, welche bereits seit dem Jahr 2007 Messwerte zur Flugl?rmsituation dort liefert. Durch die neue Station sollen erg?nzende Messdaten zum aktuellen Stand der Flugl?rmbelastung im Darmst?dter Norden gewonnen werden. Dies erfolgt auch vor dem Hintergrund des anstehenden Konsultationsverfahrens zur m?glichen Verlagerung der Abflugroute AMTIX kurz. Bei einer m?glichen Umsetzung der Ma?nahme würde sich ein einj?hriger Probebetrieb der verlagerten neuen Abflugroute anschlie?en, um die im Vorfeld berechnete Wirkung der Ma?nahme mit dem realen Flugbetrieb abzugleichen. Durch die neue Messstation k?nnen damit noch mehr Daten zur Ist-Situation der Flugl?rmbelastung zum Vergleich gesammelt werden. Beschlossen worden war die Beschaffung und Installation der Anlage in der Darmst?dter Stadtverordnetenversammlung im vergangenen November.

?Durch die neue st?dtische Messstation in Arheilgen erhalten wir eine wichtige neue Informationsquelle zur Flugl?rmbelastung in Darmstadt. Diese ist auch unabh?ngig von der m?glichen Routenverlagerung eine wertvolle Hilfe für unsere Arbeit und dient ebenso dem Informationsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger“, erl?utert die für Flugl?rm zust?ndige Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.

Die beiden dauerhaften kommunalen Messstationen werden erg?nzt durch eine tempor?re Messung des Flugl?rms im Wixh?user Norden, welche der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die FRAPORT AG seit Anfang November letzten Jahres durchführt. Die Ergebnisse der voraussichtlich 4-monatigen Messung werden anschlie?end von FRAPORT in der Frankfurter Flugl?rmkommission ver?ffentlicht.

Die Messdaten sowohl der neuen Messstation in Arheilgen als auch der Station in Wixhausen k?nnen interessierte Bürgerinnen und Bürger auf den Seiten des Deutschen Flugl?rmdienstes DFLD erg?nzt durch die Darstellung beispielsweise des energie?quivalenten Dauerschallpegels und der Einzelschallereignisse sowie von Flugspuren, einsehen. Die Links zu den Messstationen sind auf http://www.cameway.com/leben-in-darmstadt/umwelt/laerm/fluglaerm-in-darmstadt/fluglaermmessung/ abrufbar.

Zweites Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz zur Reduktion von Flugl?rm in Rhein-Main-Region ver?ffentlicht

(PSD) – Freitag, 26.01.2018

Umweltdezernentin Akdeniz: ?Ziel ist die Entlastung m?glichst vieler Bürgerinnen und Bürger auf Basis einer validen Datengrundlage und der Start des Konsultationsverfahrens unter Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern“

Im Rahmen eines Sonderkonvents des zust?ndigen Forums Flughafen und Region (FFR) wurde am Freitag (26.) das zweite Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz, mit dem Ziel der Reduktion des Flugl?rms in der Gesamtregion Rhein-Main, ver?ffentlicht. Das Paket erh?lt auch die Untersuchung zur m?glichen Verlagerung der Abflugroute ?AMTIX kurz‘ in n?rdliche Richtung.

Konkret wurde vom Expertengremium Aktiver Schallschutz innerhalb des FFR eine Alternative zur derzeit zwischen Wixhausen und Arheilgen verlaufenden Abflugroute hinsichtlich ihrer L?rmwirkung, fliegerischen Umsetzbarkeit sowie auf ihre Sicherheits- bzw. Kapazit?tsauswirkung geprüft. Diese m?gliche neue Abflugroute würde nun den bestehenden Verlauf in H?he Gr?fenhausen verlassen, zwischen Wixhausen und Erzhausen verlaufen und hinter Darmstadt wieder auf den aktuellen Routenverlauf einschwenken. Rechnerisch wurde hierdurch eine ma?gebliche Entlastung der Darmst?dter Bürgerinnen und Bürger ermittelt. Für die Berechnungen wurde der Frankfurter Flugl?rm Index verwendet, welcher beispielsweise am Tag die Zahl der betroffenen Bev?lkerung in einem Gebiet mit 53 dBA Dauerschallpegel berechnet. Hier k?nnte die Zahl der rechnerisch betroffenen Bev?lkerung in Darmstadt um mehrere Tausend sinken. Auch in der Nacht erg?be sich eine deutliche Entlastung. Auf Stadtteilebene ist das Bild jedoch nicht einheitlich. W?hrend Arheilgen und Kranichstein profitieren k?nnten, würde sich für Wixhausen keine Entlastung ergeben. In der Summe überwiegt der Entlastungseffekt deutlich, aus diesem Grund wurde diese Schallschutzma?nahme durch das FFR auch in das Ma?nahmenpaket aufgenommen.

?Mit den heute ver?ffentlichten Zahlen haben wir  eine belastbare Grundlage für die weiteren Diskussionen und das anstehende Konsultationsverfahren. Im Rahmen des Sonderkonvents wurde darüber gesprochen, dass es besser sei, auch kontroverse Ma?nahmen zu prüfen, anstatt nichts zu tun und damit überhaupt keine Entlastung zu schaffen. Diese Auffassung teile ich. Dass es dabei für die Gesamtstadt unterschiedliche Entlastungseffekte gibt ist eine schwierige Ausgangslage. Unser Ziel ist, vor dem Hintergrund, dass die L?rmbelastung insgesamt sich aktuell insgesamt nicht reduzieren wird, m?glichst viele Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt von Flugl?rm zu entlasten. Das vorgegebene und von mir befürworte Konsultationsverfahren wird nach dem 14. Februar, dem Beschluss in der Flugl?rmkommission, starten“, erl?utert dazu die Darmst?dter Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.

Das Konsultationsverfahren war wegen der grundlegenden Bedeutung der Ma?nahme sowie damit einhergehender kontroverser Betrachtungen bereits im Mai vergangenen Jahres in einem gemeinsamen Schreiben von Darmstadt und Erzhausen an das FFR angeregt worden, um eine substanzielle Einbindung in die Entscheidungsfindung zur Routenverlagerung zu erreichen. Die Eckpunkte des Verfahrens, welches vom FFR und der Flugl?rmkommission anschlie?end u.a. auf die Initiative hin entwickelt wurde, waren in der Flugl?rmkommission für den Flughafen Frankfurt im September vergangenen Jahres vorgestellt worden. Das Verfahren soll dabei generell bei aktiven Schallschutzma?nahmen mit l?rmverlagernder Wirkung angewendet werden. Konkret sollen die jeweils betroffenen Kommunen und per Zufall ausgew?hlte Bürgerinnen und Bürger unter Federführung des FFR in einen gemeinsamen Austausch gebracht werden. In diesem Austausch sollen die Herleitung der Untersuchungsergebnisse sowie im Detail die positiven und negativen Auswirkungen der jeweiligen Ma?nahme er?rtern werden und die Prüfung von eventuellen Alternativvorschl?gen m?glich gemacht werden. So wird den betroffenen Kommunen eine fundierte Basis für eine eigene Bewertung bzw. Positionierung gegeben. Das Ergebnis des Konsultationsverfahrens flie?t ma?geblich in einen Beschlussvorschlag des FFR für die Flugl?rmkommission ein, welche dann abschlie?end über die m?gliche Routenverlagerung ber?t.

Neben der m?glichen Verlagerung der Abflugroute ?AMTIX kurz‘ enth?lt das zweite Ma?nahmenpaket eine Vielzahl weiterer Entlastungsvorschl?ge für die Gesamtregion, beispielsweise die Anhebung des Anfluggleitwinkels für alle Landebahnen oder die intensivere Nutzung satellitenbasierter Navigationsverfahren. Die mit Abstand gr??te Auswirkung für Darmstadt hat dabei die m?gliche Routenverlagerung der Abflugroute ?AMTIX kurz‘.
Das beschriebene Konsultationsverfahren soll in der ersten Jahresh?lfte starten, die Details der genaueren Ausgestaltung bzw. die Einbindung u.a. der Bürgerinnen und Bürger und der kommunalen Politik sollen dabei durch das FFR mit den betroffenen Kommunen im Vorfeld besprochen werden.

?Generell danke ich dem FFR und dem Expertengremiun aktiver Schallschutz für seine Arbeit. Unabh?ngig vom Ausgang des Konsultationsverfahrens setze ich mich weiterhin dafür ein, dass etwa durch optimierte Startverfahren, weniger Flugbewegungen, durch den Einsatz gegen Billigfluglinien sowie insgesamt leisere Flugzeuge oder die Ausweitung des Nachtflugverbotes eine Gesamtentlastung für die Region erreicht werden kann,“ so Akdeniz abschlie?end.


Neue Flugl?rmmessstelle in Arheilgen

(ono) – Donnerstag, 16.11.2017

Umweltdezernentin Akdeniz: ?Wichtig, eine noch breitere Datenbasis zu haben“ / Flughafenbetreiber Fraport führt tempor?re Messung in Wixhausen durch

Bereits seit 2007 betreibt die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine eigene kommunale Flugl?rmmessstation im Wixh?user Süden auf dem Dach der alten Schule in der Ostendstra?e. Diese Messwerte k?nnen interessierte Bürgerinnen und Bürger auf den Seiten des Deutschen Flugl?rmdienstes DFLD (www.dfld.de) erg?nzt durch die Darstellung beispielsweise des energie?quivalenten Dauerschallpegels und der Einzelschallereignisse sowie von Flugspuren, einsehen. Nun soll die vorhandene Datenbasis zum Flugl?rm im Darmst?dter Norden erweitert und neben der Messstation in Wixhausen zeitnah eine zus?tzliche st?dtische Messstation in Arheilgen installiert werden.

?Zwar gibt es dort bereits eine privat betriebene Flugl?rmmessstation, die mit einfacher technischer Ausstattung ebenfalls Flugl?rmdaten an den DFLD liefert, diese Messdaten lassen sich jedoch qualitativ allerdings nicht mit den Daten der st?dtischen Station in Wixhausen vergleichen“, erkl?rt Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. ?Die neue kommunale Messstation dagegen wird ein hochgenaues und kalibrierbares Mikrofon haben, um auch für Arheilgen eine verl?ssliche Datengrundlage mit einer hohen Datenqualit?t zu gew?hrleisten.“
Nach dem Vergleich mehrerer Standorte für diese Messstation wurde das Dach der Bezirksverwaltung Arheilgen in der Messeler Stra?e als Standort vorgesehen. Die Gründe für diese Wahl sind unter anderem die Lage bzw. N?he der für den Flugl?rm in Norden relevanten Abflugroute ?AMTIX kurz‘, und die einfache Zug?nglichkeit als st?dtische Liegenschaft. Die Installation der Messstation soll m?glichst noch in diesem Jahr erfolgen. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 16 263 Euro. Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Pl?ne der Verlagerung der Abflugroute ?AMTIX kurz‘ in n?rdliche Richtung und des anstehenden Konsultationsverfahrens erl?utert die für Flugl?rm zust?ndige Umweltdezernentin Barbara Akdeniz: ?Unabh?ngig vom Ausgang des geplanten ,Konsultationsverfahrens kurz‘ ist es für uns auf jeden Fall sinnvoll durch die zus?tzliche Messstation eine noch breitere Datengrundlage zu den Flugl?rmpegeln und der Belastung der Bürgerinnen und Bürger im Darmst?dter Norden zu haben.“

Die st?dtischen Messungen werden zudem erg?nzt durch eine tempor?re Messung des Flugl?rms im Wixh?user Norden, welche der Betreiber des Frankfurter Flughafens, die Fraport AG in den kommenden Wochen durchführen wird. Die erg?nzende Messung durch Fraport war in einer Bürgerfragestunde des Wixh?user Ortsbeirats im Mai angeregt worden, auch um einen Vergleich mit den Messwerten der n?chsten fest installierten Fraport-Messstation in Gr?fenhausen ziehen zu k?nnen. Im Nachgang wurde die Messung vom st?dtischen Flugl?rmbeauftragten entsprechend mit Fraport abgestimmt.

Installiert wurde die mobile Fraport-Messstation am Montag, 6. November 2017, auf einem Privatgrundstück am Wixh?user Nordrand. Der Messzeitraum erstreckt sich voraussichtlich auf vier Monate, die Messergebnisse werden anschlie?end von Fraport in der Frankfurter Flugl?rmkommission ver?ffentlicht.


Wissenschaftsstadt Darmstadt begrü?t Flugl?rmobergrenze

(ono) – Donnerstag, 16.11.2017

Umweltdezernentin Akdeniz: ?Wichtiges politisches Signal“

? Pixabay

Als Schritt in die richtige Richtung begrü?t die für Flugl?rm zust?ndige Umweltdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt,  Barbara Akdeniz, die Vereinbarung zur L?rmobergrenze für den Flughafen Frankfurt, die am Dienstag vom Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir pr?sentiert wurde. Die Vereinbarung, die unter anderem vom Wirtschaftsministerium, der Flugl?rmkommission, dem Flughafenbetreiber Fraport und der Lufthansa gemeinsam entwickelt wurde, sieht vor, die zukünftige L?rmauswirkung der durch den Flughafenausbau m?glichen 701 000 Flugbewegungen auf freiwilliger Basis zu reduzieren.

Im Vergleich zu den derzeitigen Dauerschallpegeln ist damit zwar ein weiterer Anstieg m?glich, allerdings nicht im bislang prognostizierten und vom Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau gedeckten Ausma?. Flankiert wird die Obergrenze durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung von L?rmminderungsma?nahmen in einen Planwerk, das regelm??ig alle fünf Jahr überarbeitet werden soll.

?Ich sehe die L?rmobergrenze als Schritt in die richtige Richtung und als politisches Signal für mehr L?rmschutz in der Region“ begrü?t Umweltdezernentin Barbara Akdeniz das vorgestellte Modell. ?Zwar hat die L?rmobergrenze bedingt durch ihre Freiwilligkeit und die Beschr?nkung auf den zukünftig m?glichen Flugl?rm durchaus Ausbaupotential. Aber vor dem Hintergrund des gerichtlich best?tigten Planfeststellungsbeschlusses zum Flughafenausbau f?llt die Wahl zwischen keiner L?rmobergrenze oder dem vorgelegten Modell aus meiner Sicht eindeutig aus, zumal erstmals eine Grenze des Wachstums für den Flugl?rm aufgezeigt wird. Nun gilt es aber, den passiven und aktiven Schallschutz weiterzuentwickeln beispielsweise durch eine bundesgesetzliche St?rkung des Schutzes vor Flugl?rm, um so Schritt für Schritt den Flugl?rm in der Region m?glichst zu minimieren.“


Landesentwicklungsplan: Wissenschaftsstadt Darmstadt fordert mehr Schutz der Bev?lkerung vor n?chtlichem Flugl?rm

(PSD/DK) – Montag, 07.08.2017

Umweltdezernentin Barbara Akdeniz: ?Geltendes Schutzniveau reicht nicht aus und muss vielmehr ausgebaut werden“

 

Am vergangenen Montag endete die Abgabefrist für Stellungnahmen zur geplanten 3. ?nderung des Landesentwicklungsplans Hessen 2000. Auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat eine solche Stellungnahme abgegeben. Da der Landesentwicklungsplan (LEP) auch umfangreiche Aussagen zur Funktion und Bedeutung des Frankfurter Flughafens und des resultierenden Flugl?rms enth?lt, wurde in der Stellungnahme von st?dtischer Seite aus hier ein Schwerpunkt gesetzt.

So wurde die geplante Verankerung der L?rmobergrenze im LEP sowie die Aufstellung eines entsprechenden L?rmminimierungsplanes alle 5 Jahre seitens der Stadt Darmstadt in der Stellungnahme ausdrücklich begrü?t. Seit dem Jahr 2016 wird hierbei auf Initiative des Hessischen Wirtschaftsministeriums an einen Konzept zur Einführung einer solchen L?rmobergrenze am Flughafen Frankfurt gearbeitet, welche die L?rmauswirkungen des Flughafens unterhalb der Prognosen für den Endausbau mit 701.000 Flugbewegungen begrenzen soll.

?Wir sind überzeugt, dass die infrastrukturelle Bedeutung des Flughafens Frankfurt für die Entwicklung der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main, st?rker als bisher mit der Berücksichtigung der Belastung der Bürgerinnen und Bürger und der St?dte und Kommunen in eine Balance gebracht werden muss. Zu der Herausstellung der wirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens im LEP wurde daher kritisch angemerkt, dass sich hierdurch der Schutz der Bev?lkerung vor n?chtlichem Flugl?rm nicht verschlechtern darf“, erl?utert dazu Umweltdezernentin Barbara Akdeniz und führt weiter aus: ?Nicht zuletzt die NORAH-Studie hat gezeigt, wie wichtig der Schutz der Bev?lkerung vor n?chtlichem Flugl?rm ist. Das Schutzniveau darf auf keinen Fall abgesenkt werden, sondern muss im Gegenteil weiter erh?ht werden, beispielsweise durch eine Ausweitung des Nachtflugverbotes auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr.“

Auch der vor einigen Tagen erschienene Flugl?rmbericht 2017 des Umweltbundesamtes hatte die Bedeutung einer solchen erweiterten Nachtruhe nochmals herausgestellt.

?Vor dem Hintergrund des zunehmenden Anteils von Billigfluggesellschaften am Frankfurter Flughafen muss die Frage nach dem Interessenausgleich zwischen den Belangen der Luftfahrtindustrie und dem Schutz der stark belasteten Bürgerinnen und Bürger im Umfeld des Flughafens st?ndig neu gestellt werden. Der Schutz der Bev?lkerung muss hierbei Vorrang haben“, schlie?t Akdeniz ab.

Nach der Sichtung der eingegangenen Stellungnahmen durch das für den LEP zust?ndige Hessische Wirtschaftsministerium, ist vorgesehen, dass die Landesregierung über die Ergebnisse der Beteiligung noch 2017 entscheiden wird.


Forum Flughafen und Region lehnt Untersuchung zur Streuung der Flugrouten ab

(ono) – Donnerstag, 04.05.2017

Akdeniz: ?Magistrat sieht sich in seiner Haltung best?tigt – jetzt geht es um aktiven Schallschutz“

Das ?Forum Flughafen und Region“ (FFR) h?lt es nicht für geboten, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt erneut ein Gutachten über die Streuung von Flugrouten über dem Stadtgebiet in Auftrag gibt. Foto: Pixelio / Erich Westendarp

Das ?Forum Flughafen und Region“ (FFR) h?lt es nicht für geboten, dass die Wissenschaftsstadt Darmstadt erneut ein Gutachten über die Streuung von Flugrouten über dem Stadtgebiet  in Auftrag gibt. Dies hat Sozial- und Umweltdezernentin Barbara Akdeniz dem Umweltausschuss des Stadtparlaments bei seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 3. Mai 2017, mitgeteilt. Laut Akdeniz best?tigt das FFR damit die Einsch?tzung der Stadt: ?Nun haben wir auch eine offizielle Rückmeldung, dass die Zurückstellung eines erneuten Streuungsgutachtens richtig war. Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, ein st?dtisches Gutachten in Auftrag zu geben, dessen potenzielle Ergebnisse nicht umsetzbar sind“.

Vor dem Hintergrund, dass der Ausbau der Billigfluglinien am Flughafen Frankfurt einen Anstieg der Flugbewegungszahlen wahrscheinlich macht, betont Akdeniz: ?Auch wenn die Verlagerung der Abflugroute ,AMTIX kurz‘ nicht alle Bürgerinnen und Bürger im Norden gleicherma?en entlasten und zudem auch Neubelastungen verursachen kann, scheint uns diese Verlagerung doch die einzig realistisch umsetzbare Entlastungsm?glichkeit zu sein. Daher pl?diere ich für eine Aufnahme dieser Variante in das entsprechende Ma?nahmenpaket Aktiver Schallschutz.“

Akdeniz ist damit einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom  2. M?rz 2017 nachgekommen, die den Magistrat aufgefordert hatte, beim FFR eine Stellungnahme hinsichtlich der Umsetzbarkeit einer Streuung vor den aktuellen Rahmenbedingungen anzufordern. Schon 2008 war durch das Regionale Dialogforum ein Gutachten hinsichtlich der Streuung der Abflugroute ?AMTIX kurz“ über dem Stadtgebiet in Auftrag gegeben worden. 

Das Ergebnis war, dass zwar stellenweise mit Entlastungen zu rechnen sei, aber in der Summe die ausschlaggebende Zahl der durch Flugl?rm hochbelastenden Bürgerinnen und Bürger ansteigt. 2010 wurde der Magistrat durch die Stadtverordnetenversammlung zur Beauftragung eines neuen Gutachtens zur Streuung aufgefordert. Mittlerweile befand sich aber auch die Verlegung der Abflugroute ?AMTIX kurz“ in n?rdliche Richtung in der Untersuchung durch das nun für die Prüfung von aktiven Schallschutzma?nahmen zust?ndige ?Forum Flughafen und Region“. Da sowohl die Streuung als auch die Verlegung der Abflugroute ?AMTIX kurz“ das Ziel der Entlastung des Darmst?dter Nordens verfolgen, hatte der Magistrat eine weitere Untersuchung der Streuung zurückgestellt. 

?Dass dies richtig war, hat uns nun das FFR best?tigt“, so Akdeniz. Auch das Forum schlie?e eine erneute Untersuchung einer Streuung aus. Der Grund, den das FFR hierfür angibt, liege in der Kapazit?tsbeschr?nkung einer solchen Ma?nahme. Dadurch, dass die Flugrouten erst aufgef?chert und dann hinter Darmstadt wieder zusammengeführt werden müssten, w?ren unterschiedlich lange Abflugintervalle einzuhalten. Diese seien wiederum notwendig um die vorgeschriebenen Sicherheitsabst?nde der Flugzeuge einzuhalten. Bereits jetzt sind  laut FFR zwischen von 22 und 23 Uhr die Abflugkapazit?ten des Flughafens ausgelastet, so dass die unterschiedlich langen Abflugintervalle nicht einzuhalten seien. Für die Zukunft sei mit weiter ansteigenden Flugbewegungszahlen auch in der restlichen Betriebszeit zu rechnen. Daher lehne es das FFR ab, eine solche kapazit?tsverringernde Ma?nahme erneut zu untersuchen. 

?Wenngleich die Begründung des FFR hinsichtlich der Kapazit?tsbeschr?nkung dem Grunde nach unserem Bestreben nach Reduzierung der Flugbewegungen und damit der Erh?hung des L?rmschutzes für die Bev?lkerung widerspricht, so ist doch die Begründung von der Wissenschaftsstadt Darmstadt auf der Basis des aktuellen gerichtlich best?tigten Planfeststellungsbeschlusses zu akzeptieren und die Ma?nahme damit nicht weiter zu verfolgen,“, so Akdeniz weiter.

Das FFR verwies in seiner Antwort zudem darauf, dass es im Rahmen der Aufstellung eines zweiten Ma?nahmenpakets Aktiver Schallschutz ausschlie?lich die Verschiebung der Abflugroute in n?rdliche Richtung untersuche. Die Vorlage dieses zweiten Ma?nahmenpakets Aktiver Schallschutz ist bislang noch für das erste Halbjahr 2017 geplant. ?Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden wir diese sowohl in den politischen Gremien besprechen, als auch im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung diskutieren“, kündigt Akdeniz an.


Darmstadt kritisiert Gebührenanreize zum Passagierwachstum am Frankfurter Flughafen

(ono) – Dienstag, 13.12.2016

Akdeniz: ?Wir fordern weiter die Ausdehnung der Nacht-ruhe auf den Zeitraum von 22 bis 6 Uhr“

Mit deutlicher Kritik reagiert Barbara Akdeniz, Stadtr?tin und Umweltdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt, auf die Gebührenanreize, wie sie nun vom Hessischen Wirtschaftsministerium für den Frankfurter Flughafen genehmigt worden sind. ?Vergünstigungen für zus?tzliche Flugbewegungen lehnen wir als künstliche Schaffung von Wachstum generell ab“, stellt Akdeniz klar. ?Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass trotz der Ergebnisse der Norah-Studie, in der aufgezeigt wird, dass sich Flugl?rm negativ auf die Gesundheit der Menschen auswirkt, der Schutz der Nachtruhe bei den Gebührenanreizen nicht berücksichtigt wurde. Darmstadt fordert weiterhin die Ausweitung der Nachtflugeinschr?nkung auf den Zeitraum von 22  bis 6 Uhr.“

Anfang Dezember hatte das Hessische Wirtschaftsministerium einen Entgeltantrag des Flughafenbetreibers Fraport genehmigt, der zwar keine explizite Anreizf?rderung (Incentive) für neue Fluggesellschaften mehr vorsieht, allerdings sind die nun genehmigten Gebührenanreize zum Passagierwachstum für neue Fluggesellschaften leichter abrufbar als für etablierte Gesellschaften. In der Sitzung der Flugl?rmkommission am 7. Dezember war dies das dominierende Thema. Vertreter des Wirtschaftsministeriums erkl?rten dort, dass das Ministerium als Beh?rde gesetzlich verpflichtet sei, einen Entgeltantrag zu genehmigen, sofern dieser transparent und diskriminierungsfrei sei. Diese Voraussetzung hatte ein vom Ministerium beauftragtes Gutachten als gegeben angesehen.

?Ich verstehe, in welchem Dilemma das Ministerium hinsichtlich der Entwicklungen am Flughafen Frankfurt steht“, sagt Sozialdezernentin Akdeniz. ?Wirtschaftsminister Al-Wazir muss die Konsequenzen von Entscheidungen aus der Vergangenheit tragen, die er und auch ich sicherlich anders getroffen h?tten.“

Neben den Gebührenanreizen für mehr Flugbewegungen wurden mit dem Entgeltantrag aus Sicht der Stadt Darmstadt aber auch begrü?enswerte Anreize gesetzt. So steigt der Anteil der l?rmabh?ngigen Start- und Landegebühren weiter an. Zudem wird den Fluggesellschaften erstmals ein Anreiz zur Ausstattung der Flugzeuge mit der GBAS-Technik gegeben, die künftig die Umfliegung von Siedlungsschwerpunkten erleichtern soll.

Bei der Sitzung der Flugl?rmkommission wurden auch die neuesten Zahlen zu den Flugbewegungen am Flughafen Frankfurt vorgestellt. Dabei zeigte sich, dass die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zum Vorjahr stagniert. Die zwischen Wixhausen und Arheilgen verlaufende Abflugroute ?AMTIX kurz“ bleibt mit einem Nutzungsanteil von rund einem Drittel weiterhin eine der meistgew?hlten Abflugstrecken. ?Diese Zahlen verdeutlichen, welcher Belastung die Bev?lkerung im Darmst?dter Norden ausgesetzt ist. Wir setzen uns als Stadt Darmstadt auf allen Ebenen weiter für eine substanzielle Entlastung von Wixhausen, Arheilgen und Kranichstein durch aktive Schallschutzma?nahmen ein“, erkl?rt Stadtr?tin Akdeniz.

Für das kommende Jahr ist vom Forum Flughafen und Region die Vorlage eines zweiten Ma?nahmenpakets für aktiven Schallschutz geplant. ?Wir setzen uns energisch dafür ein, dass sich dadurch die Belastung in Darmstadt verringern wird“, sagt Akdeniz.


Wissenschaftsstadt Darmstadt begrü?t L?rmobergrenzenmodell des Landes Hessen für den Frankfurter Flughafen

(AM) – Freitag, 30.09.2016

Stadtr?tin Barbara Akdeniz: ?Das Modell hebt den Schutz der Bev?lkerung auf ein neues Niveau, die L?rmobergrenze sollte m?glichst bald implementiert werden“

Als Schritt in die richtige Richtung begrü?t die für Flugl?rm zust?ndige Stadtr?tin Barbara Akdeniz das Modell einer L?rmobergrenze für den Flughafen Frankfurt, welches am vergangenen Dienstag (27.) vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir vorgelegt wurde.
Das Modell sieht vor, die durch den Flugl?rm verursachten Dauerschallpegel deutlich gegenüber den erwarteten Pegeln der durch den Flughafenausbau m?glichen 701.000 Flugbewegungen zu reduzieren. Im Vergleich zu den Dauerschallpegeln, welche aus den derzeit seit mehreren Jahren stagnierenden Flugbewegungszahlen von rund 470.000 resultieren, ist damit zwar noch ein gewisser Anstieg m?glich, erstmals soll aber durch die L?rmobergrenze eine Deckelung der zukünftigen L?rmbelastung erreicht werden.

?Auch wenn das vorgestellte Modell der L?rmobergrenze leider aktuell keine Reduktion des derzeitigen Ausma?es an Flugl?rm bringt, hebt es doch den Schutz der Bev?lkerung vor einem überm??igen Anstieg des bereits jetzt massiven Flugl?rms – nicht nur im Darmst?dter Norden – auf ein neues Niveau“, erkl?rt Stadtr?tin Barbara Akdeniz.

Als Bestandteil des Konzepts zur L?rmobergrenze soll der Flughafenbetreiber FRAPORT verpflichtet werden, regelm??ig L?rmminderungspl?ne, beispielsweise mit aktiven Schallschutzma?nahmen, vorzulegen. Hierdurch kann der bereits vorhandene Flugl?rm dort angegangen, wo es am wirkungsvollsten ist, n?mlich an der Quelle des L?rms, den Flugzeugen und Flugverfahren.

?Diesen Ansatz begrü?e ich und hoffe, dass nun alle Beteiligten im Sinne eines Interessenausgleichs zwischen dem Schutz der Bev?lkerung vor einem weiteren Ansteigen des Flugl?rms und dem Wachstum des Flughafens konstruktiv miteinander reden, um die L?rmobergrenze m?glichst bald zu implementieren“, so Akdeniz.

Noch kein Thema war die L?rmobergrenze in der Sitzung der Flugl?rmkommission am 28. September. In der Sitzung wurden auf Anregung der Stadt Darmstadt vom Gesch?ftsführer des Umwelt und Nachbarschaftshaus (UNH) Günter Lanz, die Ergebnisse einer Untersuchung zur Einhaltung der Mindestflugh?he auf der für den Flugl?rm im Stadtgebiet ma?geblichen Flugroute AMTIX kurz vorgestellt. Im Untersuchungszeitraum kam es bei rund einem Prozent der Flugbewegungen zu einer Unterschreitung der Mindestflugh?he. Die Ergebnisse wurden bereits der zust?ndigen Hessischen Flugl?rmbeauftragten weitergeleitet und werden nun von ihr weiter bewertet. Sie prüft etwa, ob eine Ordnungswidrigkeit dem zust?ndigen Bundesamt für Flugaufsicht gemeldet werden kann oder spricht auch gezielt auff?llige Fluglinien an.

Noch nicht behandelt wurde in der Sitzung der Vorschlag des Forums Flughafen und Region für neue Kriterien für den Regionalfonds, welcher einen finanziellen Ausgleich für durch den Flugl?rm in ihren Entwicklungsm?glichkeiten beeintr?chtigte Kommunen bieten soll. Im vorliegenden Entwurf ist Darmstadt erstmalig berücksichtigt. Die Diskussion dazu wurde auf die n?chste Sitzung verschoben, da bislang noch keine Positionierung der Landesregierung vorliegt.

Diskutiert wurden auch die im Sommer – aufgrund der Wetterlage – geh?uft aufgetretenen Ausnahmegenehmigungen für Starts- und Landungen, welche auch in Darmstadt, teilweise zu einer Verkürzung des Nachtflugverbots führten. Obwohl diese Ausnahmen rechtlich zul?ssig sind, wurde von Seiten der Kommunalen Vertreterinnen und Vertreter in der FLK die Wichtigkeit der Nachtruhe betont. In diesem Zuge hat die Stadt Darmstadt auch einen Antrag unterstützt, welcher das zust?ndige Wirtschaftsministerium auffordert, die M?glichkeiten einer zeitlichen Verlegung von Flügen aus den Nachtrandzeiten (5-6 Uhr und 22-23 Uhr) in den Tag intensiv zu prüfen und mit den Fluggesellschaften in Verhandlungen dazu zu treten.

50 Jahre Flugl?rmkommission Frankfurt

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