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Abwasser

Effiziente Abwasserentsorgung ist Grundlage des Gew?sser- und Gesundheitsschutzes

Ein funktionierendes, ausreichend bemessenes und schadenfreies Kanalnetz ist Voraussetzung für Entsorgungssicherheit, Umwelt- und Gew?sserschutz. Denn so selbstverst?ndlich wie unser Wasser aus der Leitung kommt, muss es auch wieder abflie?en. 

Die Kanalisation in Darmstadt besteht zurzeit (Stand 2012) aus

  • 365 km Mischwasserkan?len
  •   43 km Schmutzwasserkan?len                              
  •   48 km Regenwasserkan?le
  •     8 Regenüberlaufbecken
  •     9 Regenrückhaltebecken
  •   18 Regenüberl?ufe
  •   23 Pumpwerke

 

 

übersichtsplan des Kanalnetzes mit den Einzugsgebieten und Hauptkan?len

Grundstücksentw?sserung

Der Begriff der Grundstücksentw?sserung kennzeichnet das Sammeln und Weiterleiten von Schmutz- und Regenwasser aus den Sanit?ranlagen, Bodeneinl?ufen sowie Fallleitungen eines Geb?udes.

Mehr als 99 Prozent aller Grundstücke Darmstadts sind an die ?ffentliche Kanalisation angeschlossen. Grunds?tzlich hat jeder Eigentümer das Recht, ja sogar die Pflicht, sein Grundstück an die ?ffentlichen Abwasseranlagen anzuschlie?en.

Niederschlagswasser ist von dieser Pflicht ausgeschlossen.

Die wichtigsten Anforderungen an die Grundstücksentw?sserungen sowohl für neu geplante als auch bereits bestehende Anlagen sind:

  • Sie müssen dicht sein, d. h. Abwasser darf weder in das Erdreich austreten, noch darf Grund- oder Schichtenwasser von au?en in die Kanalisation eindringen. Auch dürfen keine Wurzeln eindringen.
  • Das anfallende Abwasser muss im richtigen Kanalsystem abgeleitet werden. Regenwasser darf nur am Regenwasserkanal und Schmutzwasser nur am Schmutz- oder Mischwasserkanal angeschlossen sein.
  • Tiefliegende Entw?sserungsobjekte, z. B. im Keller, müssen gegen Rückstau gesichert sein (damit der Keller nicht voll Abwasser l?uft, wenn der ?ffentliche Hauptkanal hochbelastet wird).
  • Jeder Kanal ben?tigt vor dem übergang vom privaten auf ?ffentlichen Grund einen übergabeschacht, den sogenannten Revisionsschacht an der Grundstücksgrenze oder bei Grenzbebauung zumindest eine Revisionsklappe.

Für den Bau oder die ?nderung einer Grundstücksentw?sserung ist ein Einleitungsantrag zu stellen. Nach Prüfung erteilt die Stadt Darmstadt ggf. verbunden mit Bedingungen oder Auflagen eine Einleitungsgenehmigung.

Kleinkl?ranlagen / Abwassergruben

In einigen Au?engebieten Darmstadts kann das Abwasser noch nicht über einen Kanal entsorgt werden. Hier l?uft das Abwasser in abflusslose Sammelgruben und wird ausschlie?lich vom EAD abgeholt. Die Entsorgung erfolgt nach Absprache mit Frau K?hres 06151-133882.

Neue Bauvorhaben im Au?enbereich k?nnen nur über Kleinkl?ranlagen oder Druckleitungen entsorgt werden. Für die Genehmigung von Kleinkl?ranlagen ist die Untere Wasserbeh?rde, Herr Haller, 06151-133286, zust?ndig.

Rückstau

Durch eine Rückstausicherung werden Geb?ude gegen einen Stau des Abwassers im Kanalsystem geschützt, an das sie angeschlossen sind.

S?mtliche Ablaufleitungen von Entw?sserungsgegenst?nden in Geb?uden (Waschmaschinen, Duschen, Handwaschbecken etc.) bilden durch den Anschluss an den Kanal ein verbundenes Rohrsystem. Staut sich das Abwasser im Kanal z. B. durch starke Regenf?lle oder Kanalverstopfungen, dr?ngt es gleichzeitig auch in die angeschlossenen Hausanschlussleitungen zurück. Dort steigt es bis auf das Niveau der Stra?enoberkante (Rückstauebene) an und kann alle tieferliegenden Bereiche des Hauses, wie den Keller, mitsamt ihrem Inventar überfluten.

Um dies zu vermeiden, gibt es verschiedene M?glichkeiten der Rückstausicherung. In F?llen, in denen eine Schwerkraftentw?sserung (freies Gef?lle zum Kanal) m?glich ist und wo auf die Ablaufstellen w?hrend des Rückstaus vollst?ndig verzichtet werden kann, k?nnen Klappen- und Kolbenverschlüsse (doppelte Rückstauverschlüsse) verwendet werden. Bei Wohngeb?uden ist dies allerdings bei mehr als einer Wohnung nicht zul?ssig. Vollelektronisch gesteuerte Anlagen sorgen für Sicherheit rund um die Uhr, auch bei Ausfall des Stromnetzes.

Eine weitere Option bieten Abwasserhebeanlagen. Sie erlauben auch bei Rückstau im Kanal eine uneingeschr?nkte Nutzung von Hausarbeits- oder Sanit?rr?umen im Keller. Meist werden die Abw?sser in eine Sammelleitung gef?rdert, die unter der Kellerdecke installiert wird. Mittels einer Rückstauschleife, die über der Rückstauebene verl?uft, wird die Flutung des Kellers auch bei Stromausfall sicher verhindert.

Abflussprobleme

Sollte ihr Abwasser nicht wie gewohnt problemlos abflie?en, so kann dies mehrere Gründe haben.

Bei einer Verstopfung innerhalb des Hauses, die oft durch unsachgem??e Entsorgung von Abfall entsteht, sollte eine Fachfirma zu Rate gezogen werden, wenn die g?ngigen Methoden wie Siphon reinigen etc. nicht fruchten.

Au?erhalb des Hauses kann Wurzeleinwuchs die Ursache sein. Immer wieder kommt es vor, dass die Wurzeln eines Baumes oder eines gr??eren Busches über defekte Rohrmuffen oder kleine Risse in den Kanal wachsen. Dies kann lange unentdeckt bleiben. Aber nach einiger Zeit verstopfen diese Wurzeln den Kanal und zerst?ren ihn m?glicherweise ganz. Auch in diesem Fall sollten Sie eine Fachfirma mit der Reparatur beauftragen. Wenn Sie auf Ihrem Grundstück B?ume pflanzen, dann achten Sie am besten darauf, dass diese nicht auf der Kanaltrasse stehen.

Auftretende Gerüche deuten auf eine beginnende Verstopfung hin. 

Wenn schon im übergabeschacht an der Grundstücksgrenze das Abwasser eingestaut ist, so deutet dies darauf hin, dass sich das Abflussproblem im ?ffentlichen Bereich befindet. Sie sollten dann beim EAD, Herrn Mampel (06151 1346705) anrufen, da im ?ffentlichen Bereich nur ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen t?tig werden darf. über die entstandenen Kosten erhalten Sie eine Rechnung.

Der Zuleitungskanal liegt in der Verantwortung des jeweiligen Grundstückseigentümers.

 

Wichtige Mitteilung
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Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Ausbreitung des Covid-19-Virus sind alle Stadth?user bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Die ?mter und Verwaltungsstellen arbeiten in ver?nderter Arbeitsorganisation weiter und sind per Mail oder telefonisch erreichbar. In dringenden F?llen k?nnen über diese Kommunikationswege pers?nliche Termine vereinbart werden.


Für das Standesamt: 
Alle vereinbarten (Trau-)Termine bleiben bis auf weiteres bestehen.

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